An einen Fremden

 
 
An einen Fremden
 
Herr, schenk ihm, wie mir,
die guten Hände,
zu bergen das Gesicht
in deine große Güte.

Lass' spüren milde Wärme,
stillen, süßen  Trost!
Leg' deines Geistes Kühle,
wie Schatten
auf ein leiderfülltes Herz.

Gegangen, gefallen,
erhoben, geschleppt !
In Ohnmacht gefangen
und dahingezogen…
in wirren Gedanken!

Ich trage still den Schrei in mir,
hör deinen leisen Ruf!

Gott!
Baust DU Mauern,
schüttelst uns in Schauern ?

Wir steh'n vor tausend Schranken-
überwindend in Gedanken

Und doch weist DU hindurch-
durch diesen Stein
und lässt dich finden,
in dem Sein,
das uns umhüllt,
und unser Sehnen stillt.

Die letzten Reisen sind gebucht,
zum Ziel, das nur
DICH EINEN sucht.

Du Herr,
schriest auf am Balken nach des Vaters Macht.
Und langsam webt die Nacht
das Licht der Sehnsucht uns ins Herz…

Gott! Liebe uns! Ich sende dir den Gruß.
Lass wandern uns zu dir mit bloßem Fuß.


©opyright  Marianne
 
Du weist es…

weist,
wirst sein ein Staub,
bist noch ein Blatt  
von einem Buch,
das bald verweht.

Und doch ist da ein Herz
voll Sehnen und voll Liebe.

Es scheint nur hinzuwelken
und hat sich schon gefärbt.
Doch noch ist Saft in ihm,
ein süßer Lebenstrank
getränkt in Bittermandel,
das sanft sich legen will
auf deine warme Haut.

Spüre die Hand,
die streicheln will,
dein schütter Haar,
den Mund,
der Tränen trinkt
dir vom  Gesicht.

Höre der Stimme zu,
die zu dir spricht:
Mensch, du bist wunderbar.

Du tust so weh und doch auch gut.
Ich ahne dich in deinem Hauch…
bediene mich modernem Brauch
und sage dir:  Spür, ich bin hier.


©opyright  Marianne
 
 
 
 
 
  


 

 


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